Spielbericht zum Spiel gegen Anzefahr am 4. Dezember 2015


Begrüßung der Gäste aus Anzefahr

"Das Derby gerät zum Knüller" titelte die Oberhessische Presse bereits beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften vor sage und schreibe 30 Jahren. Mit Michael Kaczmarek und Reiner Essmann waren beim gestrigen Match sogar zwei Spieler aktiv, die schon damals die Keule schwangen. Hieß es im Jahre 1985 9:7 für den TTC Anzefahr, erlebten die zahlreichen Zuschauer ein wohl nicht minder spannendes und hochklassiges Spiel, welches abermals mit einem 9:6 ein positives Ende für die Mannen aus Anzefahr fand.

Aber nun der Reihe nach: Aus den Doppeln, welche mit Fug und Recht als Anzefahrer Domäne bezeichnet werden können, stellen sie doch mit Kaczmarek/Essmann und Krug/Weitzel gleich zwei der besten Doppel der Liga, resultierte eine sehr überraschende aber nicht unverdiente 2:1-Führung für unseren TTC. Dies gelang wohlgemerkt in dieser Saison noch keiner anderen Mannschaft. Das erste Mal erbebte das mit knapp 50 Zuschauern prall gefüllte Bürgerhaus beim verwandelten Matchball der Kombination Althaus/Herbener, die sensationell ihr erstes Doppel überhaupt gewinnen konnten und das ausgerechnet gegen das Doppel Kaczmarek/Essmann, welches die gesamte letzte Saison kein einziges Spiel abgeben musste. Die beiden Sieger, die ihr Glück nach dem Spiel selbst kaum fassen konnten und das lautstark zum Ausdruck brachten, können sich nun bis zum Ende des Jahres auf Freigetränke gesponsert von Kollege Preis freuen.

Im Spiel am Nachbartisch spielten Krug/Weitzel beim 3:1-Sieg gegen Keding/Preis ihre gesamte Erfahrung und Klasse aus. Das immer besser in Form kommende 3er Doppel der Gastgeber Kraus/Nebel sorgte postwendend für den 2:1-Vorsprung.

Im Spitzenpaarkreuz zeigte sich daraufhin ein klares Bild. Während Fabian Preis seinem Gegner Michael Kaczmarek keine Chance lies, erging es Philipp Keding genau andersherum gegen den an diesem Abend überragenden Akteur der Gäste Norbert Krug.

In der Mitte verlor Rainer Kraus trotz guter Leistung gegen Reiner Essmann. Am Nachbartisch gab es Dramatik pur. Nachdem sich Gerhard Herbener nach bis dahin äußerst engem Spieverlauf dann doch zu einer scheinbar deutlichen 2:1 und 10:6-Führung absetzte, gelang Helmut Weitzel das Comeback. Insgesamt wehrte er 7 Matchbälle ab und konnte selbst seinen zweiten zum 13:11 im fünften Satz nutzen. Ein echter Tiefschlag für die Ginseldorfer, die einge Zeit brauchten um sich davon zu erholen.


Die gut besetzten Zuschauerränge

Martin "Präsi" Althaus und Bernd Nebel spielten zwar beide gut mit, mussten aber letztendlich ihren Gegnern Cornelius Hahn und Burkhard Dörr zu 3:1-Siegen gratulieren. Somit stand es 3:6 zur Halbzeit.

Im ersten Paarkreuz ergab sich ein ähnliches Bild wie im ersten Durchgang. Während der am heutigen Tag indisponierte Kaczmarek erneut eine 0:3-Niederlage, diesmal gegen Philipp Keding einstecken musste, gewann Krug gegen Fabian Preis mit 3:1. Danach zeigte Rainer Kraus eine berauschende Leistung und fertigte seinen Kontrahenten Helmut Weitzel mit 3:0 regelrecht ab. Endgültig zum tragischen Helden des Abends avancierte daraufhin Gerhard "Mach es zu deinem Projekt" Herbener, der nach toller Leistung erneut eine knappe Fünfsatzniederlage einstecken musste.

Sah unsere "Erste" nach einem 0:2-Rückstand von Bernd Nebel schon wie der sichere Verlierer aus, keimte noch einmal Hoffnung auf, nachdem es Bernd tatsächlich gelang dieses Spiel noch zu drehen und sich am Nebentisch ein enges Spiel zwischen Martin und Cornelius Hahn anbahnte. Im vorentscheidenden zweiten Satz behielt Conny aber die Nerven und machte daraufhin den Sack zum 9:6 zu.

Was bleibt ist die Gewissheit, ein packendes Match vor vielen begeisterten Zuschauern abgeliefert zu haben und die Erkenntnis, dass man auch gegen die Großen der Liga mithalten und bei perfektem Spielverlauf womöglich sogar zu Punkten kommen kann.

In diesem Sinne: TTC Olé.......